Haltestelle Zukunft Tabakfabrik Linz

Im Zuge des Relaunchs der Homepage der Tabakfabrik Linz und aufgrund der am Areal gebündelten Kompetenzen in diesem Bereich wird auf der neuen Tabakfabrik-Website nun auch ein Blog zum Thema Mobilität etabliert. – Denn viele der in der Tabakfabrik angesiedelten Betriebe, Mikrounternehmen und Einzelpersonen aus dem Bereich der kreativen Industrien befassen sich mit innovativen Mobilitätskonzepten. – Von der Weiterentwicklung der Drohnen-Technologie (z.B. „Ars Electronica Solutions“ ) über emissionsfreie Verkehrskonzepte (z.B. „WanderSchweben“) und künstlerischen Interventionen (z.B. Hannes Langeders Fahrrad-Ferrari „Fahrradi“) bis zum öffentlichen Verkehr. Wir beginnen den Blog mit dem Thema öffentlicher Verkehr/Straßenbahnlinie 4, da dieses ursächlich mit der Entwicklung der Tabakfabrik Linz zusammenhängt.

Die mit 80.000 m² überdachter Nutzfläche gesegnete Tabakfabrik Linz, die aufgrund ihrer schieren Größe für sich schon einen eigenen Stadtteil darstellt, nimmt als Drehscheibe kreativer Industrien eine besondere Position im Gesamtgefüge von Linz ein. Sie schließt eine Lücke zwischen dem Zentrum, der beliebten Freizeit- und Kulturmeile entlang der Donaulände und dem boomenden Hafengebiet bis hin zum Industrieraum der voestalpine. Die Revitalisierung der Tabakfabrik Linz steht im Einklang mit einem zentralen Ziel des zeitgenössischen Stadtentwicklungskonzepts von Linz: Der Ausdehnung der Innenstadt in Richtung Osten und die Schaffung neuer urbaner Lebensadern abseits der Landstraße.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Planungen rund um den Bau der zweiten Straßenbahnachse „Linie 4“ zwischen Mühlkreisbahnhof und Bulgariplatz, auf deren Strecke die Tabakfabrik in Zukunft eine prominente Haltestelle und einen neuen Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs im Linzer Zentralraum bilden wird.

Da die neue Straßenbahnlinie zum Großteil unterirdisch verlaufen soll, ist es sinnvoll, dass die Tabakfabrik im Bereich ihrer zukünftigen Station auch einen neuen, unterirdischen Eingang bekommt, der die Fahrgäste, etwa mit Lift oder Rolltreppe, direkt auf das Areal führt und so eine Orientierung maßgeblich erleichtert.

In jedem Fall wird das für die Stadtentwicklung so essentielle Linz AG-Großprojekt „Linie 4“ einen erheblichen Einfluss auf die Konzeption der Tabakfabrik haben und ihren so genannten „Bau 3/Brandland“ (siehe Plan) beträchtlich mitgestalten. Deshalb erarbeitet die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft unter dem Titel „Haltestelle Zukunft“ zur Zeit gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern ein aufsehenerregendes Projekt im öffentlichen Raum: Eine aus dem Untergrund auf- oder abtauchende Straßenbahn soll vor der Tabakfabrik als begehbares Informationscenter dienen. Im Inneren erläutern Infoscreens den geplanten Streckenverlauf, sämtliche Planungsdetails zum Gesamtvorhaben und das zukunftsweisende Potential dieser neuen verkehrstechnischen Erschließung. – Um die Bevölkerung über die Entwicklungsprozesse und Fortschritte des städtischen Bauvorhabens auf dem Laufenden zu halten, sowie einen hohen Bekanntheitsgrad und breite Akzeptanz zu gewährleisten.

Die Straßenbahnlinie 4 ist auch ein klares Bekenntnis der Stadt Linz zum Standort Tabakfabrik. – Denn während sich eine Buslinie relativ schnell wieder verlegen lässt, bleibt die Schienenführung als dauerhafte Verkehrsader lange Zeit bestehen und bietet der Tabakfabrik eine potentielle Laufkundschaft von rund 104 Millionen Fahrgästen pro Jahr.

Dieser Ausbau des öffentlichen Transportwesens bedeutet nicht nur eine zusätzliche Aufwertung der Tabakfabrik, sie bietet auch die Chance, den rund 10.000 m² großen Hof der einstigen Industrieanlage (Peter-Behrens-Platz) als einen neuartigen zusätzlichen Hauptplatz im täglichen Leben von Linz zu etablieren.

Die Tabakfabrik repräsentiert als „Haltestelle Zukunft“ somit ein wichtiges Scharnier, einen Schlüsselort für die Erweiterung des Zentrums in Richtung der östlichen Industriegebiete, die der für das heutige Selbstverständnis von Linz so wichtigen Verbindung von Industrie und Kultur auch geografisch Rechnung trägt.

Informationen zur geplanten Streckenführung der neuen Straßenbahnlinie 4

 

Gesamtperspektive Bauten

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beteiligte PionierInnen



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Hannes Langeder

Der Linzer Hannes Langeder ist Künstler, Kulturarbeiter, Mitgründer des Instituts für erweiterte Kunst IFEK und generell ein sympathischer Zeitgenosse.

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