Räume

Foto: Michaela Rieß

Übersicht

Der 1935 vollendete Neubau der Tabakfabrik gilt als einer der konsequentesten Industriebauten Mitteleuropas. Peter Behrens und Alexander Popp fühlten sich den ArbeiterInnen verpflichtet – ihre Architektur degradiert das Individuum nicht. Durchgehende Fensterbänder beleuchten die Hallen gleichmäßig. 80.000 Quadratmeter Nutzfläche in einem der bedeutendsten Industriegebäude Europas stehen zur postindustriellen Adaption zur Verfügung. Die Möglichkeiten für die kommerzielle oder künstlerische Nutzung sind schier unbeschränkt: Großveranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen, Messen, Symposien, Produktpräsentationen, Workshops, Konzerte, Seminare, Lesungen, Tanz, Theater, und vieles mehr.

 

Gesamtplan Tabakfabrik Linz

Gesamtplan Tabakfabrik Linz

Mit Ausnahme des an der Gruberstraße gelegenen Neubaus (Brandland; ehemaliges „Tobaccoland“, Hochregallager, Halle Nightline, Endverpackung, Verwaltung) sowie einiger Teile des Magazins steht das gesamte Ensemble (inkl. Inneneinrichtung) unter Denkmalschutz. Dennoch sind die Möglichkeiten der Nutzung vielfältig, die Räume wandelbar und in alle Richtungen adaptierbar. VeranstalterInnen können eigene Technik mitbringen oder Netzwerkpartner der Tabakfabrik engagieren.

Folgende Räume können aktuell für kulturelle oder kommerzielle Zwecke genutzt werden:

Brandland und Ètage Lumière

etage lumiere a_kep

Foto: a_kep

Nach ursprünglichen Plänen hätte in den 1930er Jahren an Stelle des heutigen Brandlands ein dominantes Verwaltungsgebäude entstehen sollen. Der Neubau im Westteil des Areals wurde erst 1981 bzw. 1993 errichtet und steht als eines der wenigen Gebäudekomplexe nicht unter Denkmalschutz. Hier befanden sich früher das Hochregallager, die Endverpackung, die Bereitstellung und die Verkaufsräume.

Die Anordnung der Hallen und deren Beschaffenheit, die gute verkehrstechnische Erreichbarkeit, die jüngste Geschichte als Umschlagplatz für Zigaretten und als Ausstellungsort sowie die Mietanfragen sprechen eine klare Sprache: Der Hallenkomplex (Hochregallager/Brandland) eignet sich besonders gut für außergewöhnliche Ausstellungsformate, Messen, Sonderprojekte und Veranstaltungen.

Lösehalle

Foto: Michaela Rieß

In der 1.800 m² große Lösehalle haben früher hunderte ArbeiterInnen die Tabakblätter vom Strunk gelöst, von wo dieser mit der einst hochmodernen pneumatischen Anlage weitertransportiert wurde. Die Lösehalle kann sowohl für kleinere als auch sehr große Veranstaltungen wie Messen genutzt werden.

Achtung: Aufgrund von Renovierungsmaßnahmen ist die Lösehalle bis Ende 2016 nicht verfügbar.

Quadrom

Foto: Florian Voggeneder

Foto: Florian Voggeneder

Das ehemalige Hochregallager der Tabakfabrik Linz, das heute unter dem Namen „Quadrom“ bekannt ist, entfaltet eine besonders atmosphärische Wirkung:

Mit einer Grundfläche von rund 1.500 m² und einer Raumhöhe von knapp 14 Metern ist das Quadrom die größte Kubatur der gesamten Tabakfabrik und ermöglicht spektakuläre Raum-in-Raum-Konstruktionen in luftiger Höhe, die der gestalterischen Kreativität der VeranstalterInnen kaum Grenzen setzen.

Magazin A West

© Rieß Michaela

Foto: Michaela Rieß

In den Magazinen wurde bis 2001 der Rohtabak mit Zügen oder LKW angeliefert und gelagert. Die drei Bahnrampen und die dazugehörenden Magazine wurden bis 1969 aufgestockt, erweitert und überdacht, und damit zum riesigen Rohstoffmagazin mit seinen langgestreckten Räumen ausgebaut. Teile der Magazine wurden bereits revitalisiert, im Teil A West gibt es Veranstaltungsflächen.

Nutzbar für größere Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen, aber auch wissenschaftliche Symposien, Privatfeiern und Firmenpräsentationen in ungewöhnlichem Raumsetting.

Arena

Foto: Florian Voggeneder

Foto: Florian Voggeneder

Eine Miniatur‐Sportarena, die mit der Geschichte des Raumes spielt. Wo früher Zigaretten mit dem Stapler verladen wurden, sind die Paletten heute an die Wand montiert und von Efeu bewachsen. Im ehemaligen Lastenaufzug steht heute ein Spinningrad, über der Starkstromleitung befindet sich eine in Bauplatten gefasste Trainerbank und der ganze Raum ist mit grünem Rasen ausgelegt.

Der 54 m² große Raum kann auch von externen VeranstalterInnen für Kurse, Workshops, oder Vorträge gebucht werden.

Peter-Behrens-Platz

Behrensplatz

Foto: Florian Voggeneder / Ars Electronica Festival 2013

Im großen Innenhof, dem Peter-Behrens-Platz, befanden sich unter anderem Gleisanlage und Drehscheibe für die Transportwaggons. Die Außenanlage der Tabakfabrik bietet sich durch ihre Größe und Variabilität für Open-Air-Veranstaltungen jeder Art an. Einer der Höhepunkte war beispielsweise das Tabakfabrik Open Air Festival im Juni 2012, bei dem mehr als 5.000 Menschen mit Parov Stelar, dem A.G.Trio und weiteren Fans friedlich feierten.

Der Tarif für die Nutzung des Peter-Behrens-Platzes hängt von der jeweiligen Veranstaltung ab.