1.000 Arbeitsplätze und neue Linzer Skyline

Foto: Stadt Linz

So wird 2018 in der Tabakfabrik Linz

Die historisch bemerkenswerte Transformation von Linz zu einer Stahl- und Digitalstadt ist im vollen Gange. Linz soll zur innovativsten Stadt Österreichs werden und die Tabakfabrik, als Sinnbild dieser Innovation, entfaltet sich weiter. 2018 wird das Jahr, in dem sich nach der inneren auch die äußere Wandlung vollzieht. Die weithin sichtbaren Neu-, Um-, und Aufbauten des Industrieareals werden die Stadtsilhouette neu prägen. 2018 steht auch im Zeichen eines Rekords: Die Tabakfabrik wird erstmals über 1.000 Personen einen Arbeitsplatz bieten und damit den historischen Höchststand an Beschäftigten, seit der Industrialisierung der Zigarettenproduktion, erreichen.

„Die Stadt Linz hat mit der Tabakfabrik gezeigt, dass die Revitalisierung von Industriebrachen kein Hemmschuh, sondern ein Leuchtturmprojekt ist, das immer größere Strahlkraft entwickelt. Täglich werden in Linz zwei neue Betriebe gegründet. Die Attraktivität der Tabakfabrik für kreative UnternehmerInnen spielt nicht nur eine entscheidende Rolle für die dynamische Entwicklung des Wirtschaftsstandorts, sondern auch für das moderne Erscheinungsbild von Linz. Als Scharnier zwischen der Innenstadt und den östlichen Industriegebieten wertet das Kreativquartier seine Umgebung auf und sorgt für eine Ausdehnung des Zentrums in Richtung Hafenviertel“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

Spannten die Revitalisierungsmaßnahmen der letzten fünf Jahre einen Bogen von der Zwischennutzung über die Pioniernutzung bis zur permanenten Besiedelung, so ist 2018 das Jahr des Abbruchs und Aufbaus. Mit dem Abriss der nicht denkmalgeschützten Zwischenmagazine, der Neugestaltung des Mittelmagazins und dem Projekt NeuBau 3 entstehen auf dem Areal der Tabakfabrik neue Linzer Landmarks, die wichtige Impulse für die Aufwertung und Belebung des gesamten Stadtteils bis zum Linzer Donauhafen setzen werden.

„Seit meinem Dienstantritt als Direktor vor fünf Jahren hat die Tabakfabrik Linz eine grundlegende Wandlung vollzogen. Die etappenweise Entwicklungsstrategie, kombiniert mit kuratierter Zwischennutzung, ebnete den Weg für eine wirtschaftlich wie inhaltlich bestmögliche Gestaltung und Nutzung des Areals. In diesem Jahr wird die Tabakfabrik den 1,5-millionsten Gast begrüßen und 1.000 Personen einen Arbeitsplatz bieten. International gilt die Neugestaltung des Areals als Best Practice Beispiel. Diese Entwicklungen werden 2018 nun auch von außen augenfällig – die Siegerprojekte der Architekturwettbewerbe formen im Westen und Osten des Areals eine neue Skyline in Linz. Gleichzeitig werden auch die Eigenprogramme der Tabakfabrik sowie das Community Management, die Kommunikation und der Service gestärkt“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

„Für die beiden zentralen, nach außen sichtbaren Gebäude im Westen und Osten der Tabakfabrik wurden bzw. werden jeweils EU-weite Wettbewerbe ausgelobt. Das Bieterverfahren zum NeuBau 3 steht kurz vor seinem Abschluss und der Architekturwettbewerb zur Gestaltung des Mittelmagazins startet im Frühjahr. Wir erwarten uns herausragende Architektur von internationaler Qualität, die das ehemals völlig von seiner Umgebung abgeschottete Fabrikareal öffnet und an dieser strategisch bedeutsamen Stelle wichtige Weichen für die Stadtentwicklung stellt“, sagt Markus Eidenberger, kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz und Geschäftsführer der Immobilien Linz GmbH und Co KG.

Die Meilensteine des Jahres 2018 in der Tabakfabrik Linz – Roadmap

NeuBau 3

Ideen zum NeuBau 3 der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: recfex digital media

  • Jurierung und Präsentation des internationalen Bauträgerwettbewerbs zum Projekt NeuBau 3 (Gruberstraße/Untere Donaulände) im ersten Quartal 2018

Bau 1:

Der Bau 1 der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: Tabakfabrik Linz

Der Bau 1 der Tabakfabrik, das ehemalige Zigarettenfabrikationsgebäude an der Ludlgasse, wird 2018 vollständig umgebaut und besiedelt sein.

Erdgeschoss Bau 1:

  • Gestaltung als zentrale Anlaufstelle, Wohnzimmer, Pop-up-Mall und Eventspace mit gastronomischen Angeboten wie z.B. einem Café, temporären und permanenten Shops, Rückzugsorten und Begegnungszonen sowie einem Service- und Infopoint für das gesamte Areal
  • Umbau und Sanierung der direkt angrenzenden Lösehalle, in der einst die Tabakblätter vom Strunk gelöst wurden, und Nutzung als spektakulärer Rahmen für Großevents ab Dezember 2018
  • Neugestaltung des Außenbereichs rund um die Lösehalle als Grünoase mit Gastgartenbereich unter dem Titel Urban Canyon
  • Durchörterung Richtung Hafengebiet

OG 1 Bau 1:

  • Fertigstellung des Behrens-Bands
  • Einzug Prager Fotoschule
  • Gestaltung des Marktplatzes im Bereich des Luftraums zwischen Schule des Ungehorsams und VALIE EXPORT Center und Nutzung als Eventspace und als Ausstellungsfläche für (künstlerische) Projekte
  • Bezug der Eigenfläche der Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft

OG 2 Bau 1:

  • Fertigstellung der Strada del Start-up
  • Anbindung zum Magazin 3 mit der Innovationswerkstätte GRAND GARAGE

OG 3 Bau 1:

  • Vollständige Besiedelung
  • Freifläche von Stiegenhaus A auf B
  • Entwicklung des Übergangs zum Magazin 3

OG 4 Bau 1:

  • Vollständige Besiedelung

OG 5 Bau 1:

  • Vollständige Besiedelung mit Einzug des Start-up-Inkubators tech2b

Bau 2:

  • Eröffnung des öffentlich zugänglichen Digital Future Space der Firma Catalysts

Magazine:

Die Magazine der Tabakfabrik 2017 | Bildcredit: recfex digital media

Die Magazine der Tabakfabrik 2018 | Bildcredit: recfex digital media

  • Abbruch der beiden nicht unter Denkmalschutz stehenden Zwischenmagazine im ersten Halbjahr 2018: Die Baustelleneinrichtung erfolgt ab dem 15. Jänner, die Abrissarbeiten beginnen Ende Jänner

Magazin 3:

Das Magazin 3 der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: recfex digital media

  • Fertigstellung der Neugestaltung des direkt mit dem Bau 1 verbundenen Magazin 3
  • Einzug und Eröffnung der Innovationswerkstätte GRAND GARAGE
  • Entwicklung und Gestaltung des Dachbereiches zwischen Magazin 3 und Magazin 1

Magazin 2:

Das Magazin 2 der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: recfex digital media

  • Ausschreibung und Jurierung des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des denkmalgeschützten Mittelmagazins inklusive Aufbauten und Umfeld
  • MieterInnenakquise
  • Fassadengestaltung
  • Räumliche Strukturierung

Magazin 1:

Das Magazin 1 der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: recfex digital media

  • Umbau und Kuratierung des Magazin 1 als Art Magazin mit günstigen Atelier- und Studioflächen für heimische KünstlerInnen sowie als Schaudepot des Lentos Kunstmuseums Linz

Kraftwerk

Das Kraftwerk der Tabakfabrik Linz | Bildcredit: sonaar

  • Planung der Revitalisierung des Kraftwerks und seiner Umgebung als letzter Gebäudeteil in Form von Eigenfinanzierung durch Rückflüsse aus dem restlichen Projekt

2 Kommentare

  1. Parkplätze!!!!!
    Für die Anrainer mittlerweile jetzt schon eine Zumutung.
    Ohne einer günstigen Parkplatzlösung bringt die ganze Umbauerei leider nichts.
    Es ist ohnehin schon ein Verkehrschaos an der ganzen Donaulände. Und wenn dann noch mehr in der Tabakfabrik passiert (was ja gut ist) dann wird eine Parkgarage benötigt. Für uns Anrainer in der Lederergasse/Ludlgasse ist das jetzt schon eine Zumutung.

    1. Im Zuge des NeuBau 3 der Tabakfabrik Linz ist die Errichtung einer Tiefgarage vorgesehen. Diese wird wohl mehrere hundert Stellplätze bieten. Zusätzliche Entlastung und eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr wird die zweite Linzer Straßenbahnachse sein, die direkt (mit eigener Station) an der Tabakfabrik/Parkbad vorbeiführen wird.

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