Was unsere MieterInnen von uns halten:

Christina Hochwallner (links) und Katharina Lintner (rechts)

Christina Hochwallner (links) und Katharina Lintner (rechts)

Unter dem Titel „Alte Gebäude (neu) nutzen – Leerstand als Chance“ haben Katharina Lintner und Christina Hochwallner kürzlich ihre Diplomarbeit an der HTL 1 Bau und Design eingereicht. Als eines von vier praktischen Beispielen wurde dabei die Tabakfabrik Linz bearbeitet und analysiert, unter den MieterInnen wurde eine quantitative und qualitative Umfrage durchgeführt. Wir haben im folgenden einige Ergebnisse der anonymisierten Umfrage unter unseren MieterInnen zusammengestellt, die für uns und unsere Arbeit ein interessantes Feedback darstellen. Danke an die beiden Autorinnen für die Zurverfügungstellung, die gesamte Arbeit gibt es im Sinne der Transparenz hier zum Download:

Die Ergebnisse Der Umfrage

Warum entschieden Sie sich für ein Büro/ein Geschäft am Standort Tabakfabrik Linz? (Bitte geben Sie 2 – 10 Gründe an)

  • gute Lage, besondere Adresse, mitten in Linz
  • interessante Räumlichkeiten
  • Nähe zur Kreativwirtschaft, Kreativität sowie Wirtschaftstreibenden
  • guter Preis
  • unkompliziert
  • weil große Kundin dort ansässig ist, Verkürzung der Wege (weil wichtige GeschäftspartnerInnen auch vor Ort sind)
  • Tradition
  • junge, innovative Unternehmen
  • den Trend nutzen
  • die Vision, Innovationspotential und das Stadtentwicklungspotenzial
  • Vernetzungsmöglichkeit, Synergien mit Vertreter verwandter Branchen schaffen
  • schon immer mal dort arbeiten wollen
  • ideal für einen Open Space
  • die wunderbare/einzigartige Architektur, Ambiente
  • Flair von Internationalität
  • für uns wichtig, in einem (zukünftigen) Hotspot für unser Klientel zu sitzen
  • Nutzung gemeinsamer Infrastruktur
  • bei Bedarf Möglichkeiten der Nutzung zusätzlicher räumlicher Ressourcen
  • Möglichkeit zur Weiterentwicklung/Veränderung

Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 57 Zufriedenheit mit der Wahl Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 58 Mitsprache beim Nutzungsplan Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 59 Mitsprache bei den Räumlichkeiten

Welche Vorteile bietet der Standort für Sie? (Bitte geben Sie 3 – 10 Vorteile an)

  • Nähe zu anderen EPUs
  • Zusammenarbeit, Synergieeffekte mit anderen Mieter
  • Image
  • Zentrumsnähe
  • guter Preis
  • angenehme Architektur
  • hautnah mitzubekommen, wie sich das Areal entwickelt
  • persönliches Arbeitsnetzwerk vor Ort (Expertisen aus unterschiedlichen Bereichen)
  • positive und unbürokratische Hausverwaltung, die offen ist für neue Vorschläge und Kooperationen
  • attraktive Umgebung (keine “klinischen” Büros)
  • Raum für jeden Bedarf
  • Knowhow ehemaliger Kollegen
  • öffentliche Anbindung
  • gutes Gesamtmarketing, Tabakfabrik ist bekannt,
  • hohe mediale Aufmerksamkeit
  • Event Hot Spot Linz
  • große infrastrukturelle Vielfalt
  • Partner am Areal
  • sympathische Atmosphäre
  • Parkplatz
  • viel Platz

 

Wie empfinden Sie die Räume? (Bitte nennen Sie 3 – 10 Empfindungen bzw. subjektive Eindrücke)

  • Es gibt nichts Besseres!
  • prinzipiell großartige Qualität
  • angenehmes Arbeiten ist möglich, gute Arbeitsatmosphäre
  • man spürt die Geschichte des Gebäudes
  • manchmal grenzwertig (Schmutz, Staub, alte Strukturen)
  • Räume sind sehr unterschiedlich, passend für viele Angelegenheiten
  • “Altbau” ist allerdings sehr attraktiv und schafft ein sehr gutes Arbeitsklima für kreative Arbeit
  • Manche werden wohl “nur” als Lager benutzbar sein, aber genau das ist, was vielleicht manche KünstlerInnen und Kreativunternehmen brauchen
  • architektonisch bemerkenswert
  • erfüllt nach wie vor alle Anforderungen an eine Produktionsstätte
  • kultig, historisch
  • motivierend, inspirierend, gute Energie
  • Industrie
  • der Bau 2 ist wunderbar umgebaut
  • sehr angenehm
  • gutes Klima
  • karger Eingangsbereich
  • renovierungsbedürftig
  • eingeschränkt veränderbar wegen Denkmalschutz
  • hell, freundlich
  • funktional, zweckmäßig, bedarfsgerecht
  • alt, aber fast mängelfrei
  • unverwechselbar, einzigartig
  • mystisch
  • großzügig

 

 

Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 60 Flair Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 61 Zusammenarbeit

 

Was wäre am Areal noch zu verbessern? (Bitte max. 10 Vorschläge einbringen)

  • Infrastruktur wie Cafés, Lokale und Geschäfte, mehr und diversere Gastronomie (zu unterschiedlichen Tageszeiten)
  • Minimarkt
  • mehr Grün am Platz
  • mehr Flächen zum Sitzen, zum Pause machen und zum Treffen im Außenraum, mehr Outdoor-Mobiliar zum konsumfreien Verweilen
  • mehr Orientierung (Schilder, Markierungen) für Außenstehende (finden sich oft nicht zurecht), bessere Leitsysteme, Möglichkeiten auf mich hinzuweisen
  • Eingangssituation – wie versorgt man Erstbesucher – wo darf man sich hintrauen
  • insgesamt noch mehr Leben und Frequenz
  • öffentliche Infrastruktur noch besser anbinden
  • Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den MieterInnen (Interne Veranstaltungen, Meetings etc.), Erfahrungsaustausch
  • Reparatur notwendiger Aufzüge
  • Kommunikation zur Leitung, Vorschlagskommunikation
  • Zäune entfernen, sodass das Haus noch offener wird
  • Offenheit
  • keine Schranken bei der Einfahrt
  • mehr Betriebe
  • keine Parkplätze, sondern nur Anlieferung zu bestimmten Zeiten (wie im Museumsquartier)
  • Infrastruktur – E-Tankstelle, überdachte Radlständer
  • Angebot für Kinder erhöhen & Kinderbetreuung anbieten (Kinderkrippe, Kindergarten, Spielplatz etc.)
  • mehr Zebrastreifen und Querungsmöglichkeiten der Straße. Es sind viele Kids unterwegs und selbst als Erwachsene ist die Verkehrssituation oft kritisch. V. a. rüber zum Parkbad bräuchte man nur einen Zebrastreifen, auf der Kreuzung Ludlgasse/Gruberstraße muss man sich langfristig eine gute Lösung überlegen
  • geplante Straßenbahnlinie finde ich top! Super wäre es, nicht den motorisierten Individualverkehr zu stärken, sondern eben FußgängerInnen, RadfahrerInnen & den öffentlichen Verkehr

Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 62 Parkplatzsituation Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 63 Lärmsituation Studie Lintner Hochwallner - Abbildung 64 Aufwertung

Das Resümee der Autorinnen

Einige Auszüge aus dem Resümee:

Es ist erfreulich, dass man ein schlüssiges Nutzungskonzept erarbeitet hat. Die Wertschöpfungskette und die übersichtliche, strukturierte Aufteilung auf den verschiedenen Geschoßen schaffen sicherlich eine bessere Vernetzung untereinander und ein produktives Zusammenarbeiten verschiedener Branchen. Die Nutzung als kreativer Wirtschaftsstandort und Veranstaltungsort belebt die Gegend und erweitert die Kulturachse in Linz. Die Gegend wurde dadurch enorm aufgewertet.

Bei der Neugestaltung des Areals und Vergabe der Räumlichkeiten werden die Prinzipien Partizipation, Transparenz, Offenheit und Tragfähigkeit genauestens eingehalten und sind wohl auch Teil des Erfolgs.

Das vom Verein „Kulturquartier Tabakfabrik“ vorgeschlagene Klientel hat am Areal Arbeitsplätze eingerichtet. Es gibt, wie gewünscht, Veranstaltungsräume, Werkstätten, Büros, Ateliers, Proberäumlichkeiten, Geschäfte sowie ein Museum mit Wanderausstellungen.

Und auch einen negativen Satz des Resümees wollen wir nicht verschweigen:

Es gibt allerdings auch noch manches zu verbessern.

Das stimmt, und daran arbeiten wir auch. Beispielsweise wurde wiederholt die Beschilderung kritisiert, die derzeit im Zuge der Erweiterung der Signaletik Schritt für Schritt verbessert wird. Die als ausbaufähig genannt Gestaltung des Innenhofs ist uns ebenso als Problem bewusst, dementsprechende Konzepte sind in Arbeit und werden im Zuge der Umbauarbeiten der nächsten Jahre umgesetzt.

Zusammenfassend kann man die Tabakfabrik als ein bekanntes und höchst erfolgreiches Vorzeigeprojekt für die Nutzung von Leerstand bezeichnen. Es wurde gut, konsequent sowie schlüssig geplant, sorgsam ausgeführt und entwickelt sich immer noch weiter. Das vielfältige Nutzungsangebot wird geschätzt und angenommen.

Wir sehen unsere Arbeit durch das vorliegende Ergebnis der beiden Studentinnen über weite Strecken bestätigt und sehen sie als Auftrag, auch in Zukunft weitere Schritte zur Verbesserung des Areals für seine NutzerInnen zu setzen. Vieles wird auch durch die nun beginnende Revitalisierung des Bau 1 umgesetzt werden.

Und, was ist eure Meinung zur Tabakfabrik?

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