BRG Fadingerstraße goes digital – Tabakfabrik als Partnerin

Mit dem Beginn des Schuljahres 2022/2023 startet am BRG Fadingerstraße ein neuer Schulzweig. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Tabakfabrik Linz als Kooperationspartnerin, Labor, Werkbank und Präsentationsfläche für die Schülerinnen und Schüler.

„Digitalisierung und Robotik“ soll dank umfangreicher Praxis, durch Praktika in den Betrieben und zeitgemäßen sowie individualisierten Unterricht die Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen für die Fachkräfte von morgen vermitteln. Coding, Datenbankmanagementsysteme, Netzwerktechnik und Physical Computing aber auch sind die neuen Gegenstände, die diesen Schwerpunkt auszeichnen.

„Wir sehen Bildung als die Chance für junge Menschen, die Möglichkeiten der Zukunft zu nutzen – und ihre Talente zu entfalten. Unser Ziel ist und bleibt dabei die bestmögliche Bildung für unsere Kinder. Wo uns technische Entwicklung die Möglichkeit gibt, sie besser zu unterstützen, wollen wir dies tun. Nicht mit Blick auf die Technik – sondern mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder. Ich freue mich, dass mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 am BRG Fadingerstraße der Schwerpunkt ‚Digitalisierung und Robotik‘ gestartet wird. Dieser Schwerpunktzweig bereitet den Schülerinnen und Schülern einen möglichst einfachen und frühzeitigen Zugang zur Digitalisierung und bereitet die Kinder und Jugendlichen optimal die Zeit nach der Schule vor, sei es für das Studium oder das Berufsleben. Das BRG Fadingerstraße nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, auf die es sehr stolz sein darf. Ich gratuliere allen Beteiligten zur erfolgreichen Umsetzung und wünsche Schulleiterin und Pionierin Sylvia Bäck viel Erfolg dabei“, so Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander über die Einführung des neuen Schwerpunktes.

Tabakfabrik  ALS Beweis für digitale Transformation von Linz

„2017 ergriff der Linzer Gemeinderat die Initiative zur Schaffung einer AHS mit Lehrschwerpunkt Digitalisierung. Bewusst sollte keine spezifische HTL geschaffen werden, sondern eben eine per se nicht technisch orientierte Höhere Schule. Gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und der Pädagogischen Hochschule des Bundes entstand in Folge ein detailliert ausgearbeitetes Curriculum. Der Digitalisierungs-Schwerpunkt im BRG Fadingerstraße setzt wichtige Impulse, um Digitalisierung als organisatorischen Prozess unseres gesamten gesellschaftlichen Lebens zu verstehen. Der neue Schulzweig legt eine wichtige Basis für die Schülerinnen und Schüler für ihren weiteren Bildungsweg. Die räumliche Verortung in der Tabakfabrik bringt unmissverständlich zum Ausdruck, dass Linz der Motor Oberösterreichs für Innovation und Arbeitsplätze er Zukunft ist. Die Tabakfabrik ist nicht das Symbol, sondern der Beweis für die digitale Transformation von Linz“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Das BRG Fadingerstraße ist ein traditionelles Realgymnasium mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Medien. Derzeit werden dort 21 Klassen mit rund 450 Schülerinnen und Schülern geführt, die von 55 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden.

Pressekonfernez in der Tabakfabrik Linz: Joachim Haindl-Grutsch (Gefschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ), Sylvia Bäck (Direktorin BRG Fadingerstraße), LH-Stv Bildungsreferentin Christine Haberlander, Bürgermeister Klaus Luger (Aufsichtsratsvorsiteznder der Tabakfabrik Linz GmbH) und Walter Vogel, Rektor der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Foto: Tabakfabrik Linz

 

Digitaler Unterricht bereits ab 2021/22

Die Schule im Herzen von Linz wird bereits mit dem nächsten Schuljahr zur digitalen Schule. Das Bundesrealgymnasium ist eine von 266 Schulen, die am zukunftsorientierten Projekt des BMBWF „Digitale Schule“ teilnehmen. Somit werden ab Herbst 2021 in der 5. und 6. Schulstufe digitale Endgeräte eingesetzt werden.

Expertinnen und Experten sowie Stakeholder aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft gehen von einem erheblichen Mehrbedarf an Fachkräften im Bereich „Digitalisierung und Robotik“ in den kommenden Jahren aus. Daher wurde gemeinsam mit Partner wie der Industriellenvereinigung OÖ, der Tabakfabrik und der Pädagogischen Hochschule OÖ ein neuer Schwerpunkt konzipiert, der in das bestehende AHS-System integriert werden kann.

„Die Nachfrage nach Absolventen mit Digitalisierungskompetenzen hat durch die Corona-Krise einen weiteren Schub erfahren. Der Fachkräftemangel in diesem Bereich hat sich im Zuge des durch die Pandemie beschleunigten Strukturwandels weiter erhöht, MINT-Absolventen aller Bildungsbereiche – von der Lehre bis zu den Hochschulen – haben großartige Karrierechancen im Industrieland Oberösterreich“, erklärt Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich. Die umfassende Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft mache es erforderlich, dass auch in Allgemeinbildenden Höheren Schulen Digitalisierungskompetenzen in den Lehrplan einfließen. „Nach entsprechenden Vorbereitungsarbeiten und einer gemeinsamen Studie der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich unter Einbindung von Leitbetrieben des Linzer Zentralraums freut es uns ganz besonders, dass jetzt ein erstes Leuchtturmprojekt für den AHS-Sektor gestartet werden kann. Mit dem BRG Fadingerstraße konnte ein Partner gefunden werden, der für dieses Projekt ideale Voraussetzungen mitbringt. Dies betrifft einerseits den mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt der Schule und andererseits auch die räumliche Nähe zur Linzer Tabakfabrik und den Möglichkeiten, die dort gegeben sind. Auch dem Praxisbezug im Unterricht kommt eine besondere Bedeutung zu, der durch Kooperationen mit Leitbetrieben im Zentralraum gegeben sein wird. Die Sinnfrage und der Praxisbezug sind Hebel, um den Trichter weiter öffnen zu können und viel mehr junge Menschen für technisch-naturwissenschaftliche Studien zu begeistern. Damit könnte es auch gelingen, dass der neue Schulzweig Absolventen hervorbringt, die hervorragend für die in Vorbereitung befindliche neue Technische Universität für Digitalisierung und digitale Transformation geeignet sind. Kompetenzen im Bereich der Informationstechnologie und der Robotik entwickeln sich zu Grundkultur-Kompetenzen unserer Gesellschaft, die in Verbindung mit einer hochwertigen Allgemeinausbildung eine hervorragende Basis für ein erfolgreiches Berufsleben bilden“, erklärt IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch.

Schwerpunktziele

Die Ziele des neu gegründeten Ausbildungsschwerpunktes sind:

  • Eingliederung des Schwerpunktes „Digitalisierung und Robotik“ in den Sekundarstufen I und II
  • umfangreiche Praxis durch Praktika in den Betrieben
  • zeitgemäßer, abwechslungsreicher und individualisierter Unterricht
  • Vermittlung der Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen von morgen
  • optimale Vorbereitung auf Studium und Beruf

 „Als Rektor der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich mit rund 5.500 Ausbildungsstudierenden und mehr als 20.000 Pädagoginnen und Pädagogen, die bei uns fortgebildet werden, ist es mir wichtig, dass wir Schwerpunkte im Bereich der Digitalisierung setzen. So gibt es an der PH OÖ ein eigenes Bundeszentrum für eEducation, mit dem Ziel digitale Bildung voranzutreiben, also digitale und informatische Kompetenzen in alle Klassenzimmer zu tragen – mehr als 50 Prozent aller österreichischen Schulen nehmen dieses Service in Anspruch – und ein Zentrum für Lernmanagement, das mehr als zwei Drittel aller Lehrerinnen und Lehrer in Österreich bei ihrem digitalen Unterricht unterstützt. Im Bereich der Fortbildung gibt es eine eigene ‚digitale‘ Fortbildungsschiene zum Beispiel zu technischen Umsetzungsmöglichkeiten und didaktischen Aspekten des Online-Unterrichts. Darüber hinaus pilotiert die PH OÖ seit dem letzten Studienjahr auch Lehramts-Fernstudien im Bereich der Primarstufe und in der Berufspädagogik und ist damit Vorreiter im gesamten deutschsprachigen Raum. Dieses Angebot erfreut sich eines enormen Zulaufs und wird von uns weiter ausgebaut. Corona hat viel Negatives gebracht und jeder von uns würde gerne die Zeit zurückdrehen und Corona ungeschehen machen. Im Bereich der Digitalisierung war Corona jedoch ein Jahrhundertbooster. Digitalisierung ist auf einem neuen Level angekommen und nicht zuletzt deshalb finde ich die neuen Angebote des BRG Fadingerstrasse als richtungsweisend“, so Walter Vogel, Rektor der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.

Innovativer Schwerpunkt

Der Schulzweig „Digitalisierung und Robotik“ wird ab dem Schuljahr 2022/2023 als zusätzliche Klasse am BRG Fadingerstraße geführt werden. Mit diesem innovativen Schwerpunkt wird an dem ältesten Realgymnasium in Linz ein neues Zielpublikum und Schülerinnenklientel / Schülerklientel angesprochen.

Gegenstände wie Coding, Physical Computing, Netzwerktechnik und Hardwarekomponenten aber auch Daten und Datenbank­management­systeme machen dieses Schwerpunkt zu etwas ganz Besonderem.

„Wir freuen uns, die erste digitale AHS zu werden. Bereits jetzt gilt unser besonderes Engagement am Schulstandort der innovativen und begeisternden Vermittlung von Mathematik und Naturwissenschaften. Daher wurden wir auch bereits mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet. Im Schwerpunkt ‚Digitalisierung und Robotik‘ werden neu konzipierte Gegenstände, die einen vertieften Blick in diese Bereiche ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten. Ich bin stolz, dass wir ihn als erste Schule in Oberösterreich anbieten dürfen“, so BRG Fadingerstraße-Schulleiterin Sylvia Bäck.

Wir freuen uns, dass wir für die SchülerInnen ein Ort des Experimentierens und Lernens sind – als Werkbank, Rechenzentrum, Labor oder Studio. Auch unsere MieterInnen bieten so viel Know-how aus den verschiedensten Bereichen und freuen sich über den Austausch mit den Jugendlichen. Wir wissen, dass die Jugend ein Teil der Lösung und nicht des Problems ist“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

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