„Kreisler*in“ – Generationencafé eröffnet in der Tabakfabrik

© Gerhard Gruber

Am 9. Oktober 2020 wird in der Linzer Tabakfabrik mit der „Kreisler*in“ eine Mischung aus Vintage-Shop, Generationen-Konditorei und Repair-Café eröffnet – Wohlfühlambiente inklusive. 

Anregende Gespräche in gemütlicher Atmosphäre, Wohn-Accessoires aus längst vergangener Zeit und der Duft von Kaffee und Mehlspeisen nach Omas Rezept. Das erwartet die Besucherinnen und Besucher der „Kreisler*in“ der oberösterreichischen Volkshilfe ab 9. Oktober 2020 in der Linzer Tabakfabrik. Denn als Vintage Store, Generationen-Konditorei und Repair-Café in einem erfüllt die „Kreisler*in“ mehrere Funktionen gleichzeitig.

„Wir möchten, dass ältere Menschen gemeinsam vor Ort Kuchen und Backwaren herstellen und ihre Erfahrung und ihr Wissen an jüngere Generationen weitergeben. Sie bekommen dadurch eine sinnstiftende Beschäftigung und wir als Volkshilfe schaffen in der Kreativschmiede Tabakfabrik einen generationenübergreifenden Treffpunkt“, erklärt Maria Dietrich, Vorsitzende der Volkshilfe Linz und stellvertretende Landesvorsitzende. Auch sie bäckt etwa Vanillekipferl nach dem Rezept ihrer Großmutter und freut sich darauf, dass es in der Tabakfabrik bald statt nach Tabak nach Mürbteig duftet. „Und ich freue mich, dass wir den Leuten, die in der Tabakfabrik arbeiten und kreativ sind, mit der ‚Kreisler*in‘ eine kleine Auszeit, Getränke, Snacks und die Mehlspeisen betreffend ein Geschmackserlebnis wie bei der Oma bieten können“, so Dietrich.

Das PK-Podium v.l.n.r.: Markus Eidenberger (Tabakfabrik Linz), Fred Edlinger und Maria Dietrich (Volkshilfe) sowie Chris Müller (Tabakfabrik Linz) | Foto: © Gerhard Gruber

Große Bereicherung für Tabakfabrik

„Wir sind überzeugt, dass Kreativität der wesentliche Rohstoff der Zukunft ist. Es gibt verschiedene Ausprägungen, die in der Tabakfabrik unter einem Dach vereint sind: Künstlerische, technische, kaufmännische und soziale Kreativität, wie sie die Volkshilfe mit ihrem neuen Repair- und Generationen-Café beweist und damit im Eingangsbereich des Bau 1 einen Anziehungspunkt für unsere Community schafft“, sagt Markus Eidenberger, Kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz.

Über den neuen Mieter im Haus erfreut ist auch Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz: „In der Innovationsökologie der Tabakfabrik haben Umsorger*innen einen großen Stellenwert. Umso mehr freut es mich, dass mit der Volkshilfe Oberösterreich eine Institution in der Tabakfabrik einzieht, die den Geist des Kümmerns und Füreinanderdaseins in der DNA hat. Das Repair- und Generationen-Café ‚Kreisler*in‘ ist nicht zuletzt aus dieser Perspektive eine große Bereicherung.“

Engagierte Senior*innen und andere besondere Schätze

Als ehrenamtliche Helferin wird im neuen Café unter anderem Ingrid Hammerschmid mit an Bord sein. Die Linzerin engagiert sich seit ihrer Pensionierung vor fünf Jahren im Volkshilfe-Shop in der Freistädter Straße und möchte nun auch in der „Kreisler*in“ mitanpacken. „Ich bin eben gerne unter Menschen und habe eine Freude, wenn ich helfen kann und diese Hilfe geschätzt wird“, erklärt die Linzerin.

Staunen und kaufen in der neuen „Kreisler*in“ | Foto: © Gerhard Gruber

Die Atmosphäre im Café entsteht vor allem durch die „Schätze“ der Volkshilfe-Sammlung an Einrichtungsgegenständen. „In unseren Volkshilfe Shops gibt es immer wieder Raritäten, die als begehrte Deko-Elemente oder Sammlerstücke gelten: von ausgefallenem Hausrat, über Möbel und Elektro-Kleingeräte bis hin zu Vintage-Bekleidung. Diese kommen in die ‚Kreisler*in’ in der Tabakfabrik und können dort nicht nur bestaunt, sondern auch erworben werden“, sagt Fred Edlinger, Bereichsleiter der Volkshilfe Shops in Oberösterreich.

Reparieren statt wegwerfen

In der „Kreisler*in“ in der Tabakfabrik entstehen bis zu fünf neue Arbeitsplätze, zusätzlich wird die Freiwilligenarbeit ausgebaut und erhält so noch mehr Bedeutung. Neben dem Tagesbetrieb als Generationencafé (geöffnet Montag bis Freitag von 7.45 bis 15 Uhr) mit Mehlspeisen von Senior*innen wird die Lokalität der Volkshilfe auch einmal monatlich als Reparatur-Café genutzt werden. Das Konzept ist simpel: Ehrenamtliche Fachleute, die handwerkliches Geschick und Werkzeug besitzen, helfen anderen, ihre kaputten Sachen zu reparieren – den Wasserkocher, der scheinbar den Geist aufgegeben hat, den Staubsauger, der nicht mehr anspringt, das T-Shirt mit der aufgerissenen Naht, den mehrere Dekaden alten Radio, an dem Erinnerungen hängen.

„Der neue ReVital-Concept Store in der Linzer Tabakfabrik stellt eine weitere Entwicklungsstufe im ReVital-Netzwerk dar. Das modernisierte Gebäude als kreativer Hotspot für innovative Ideen eignet sich besonders, um die einzigartige Kombination aus Vintage Store und gemütlichen Generationen Café miteinander zu vereinen“, zeigt sich auch Roland Wohlmuth als Vorsitzender des Landesabfallverbandes begeistert.

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