350.000 Euro zur Stärkung der digitalen Innovation

Die Tabakfabrik Linz und ihre Partner erhielten für das gemeinsame Projekt „Digital Makers Hub“ den Zuschlag der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

 

Die erfolgreichsten digitalen Innovationen haben sich in den vergangenen Jahren oft abseits traditioneller Zentren für Forschung und Entwicklung entfaltet. Allgemein ist ein rasanter Wandel der Ökosysteme für digitale Innovationen zu beobachten, in deren Umfeld sich Makerspaces, FabLabs, Wissensallianzen und vergleichbare Initiativen entwickelt haben. Diese so genannten Digital Makers treiben den digitalen Wandel mit kreativen Ideen und unkonventionellen Ansätzen weitgehend unabhängig von institutionellen Interessen voran und sind damit auch in Österreich eine überaus relevante Triebfeder für (digitale) Innovationen.

Das bei der Ausschreibung der FFG siegreiche und mit knapp 350.000 Euro geförderte Projekt Digital Makers Hub von Tabakfabrik Linz, Fachhochschule St. Pölten, Zukunftsakademie Mostviertel und der Initiative Industry meets Makers etabliert nun eine Plattform, die eine intensive Interaktion zwischen verschiedenen Digital Makers sicherstellt, einen effizienten Erfahrungsaustausch ermöglicht und eine bundesweite Koordination der vielfältigen Aktivitäten garantiert.

 

Fokus KMU

Der Digital Makers Hub stärkt dieses lebendige und tatkräftigen Ökosystem und gibt ihm deutlich mehr Sichtbarkeit. Außerdem werden der Austausch und die Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben (KMU), Leitbetrieben und etablierten Forschungseinrichtungen mit innovativen Formaten vorangetrieben, die nicht nur an den Standorten der Konsortialpartner, sondern auch von zahlreichen NetzwerkpartnerInnen der Plattform sowie online und mobil in öffentlichen Verkehrsmittel entlang der Süd- und Westachse angeboten werden. Mit Open Innovation, Co-Ideation, Co-Creation und anderen Formaten wird ein „Lückenschluss“ zwischen der „New Economy“ der Digital Makers und der „Old Economy“ von traditionellen KMU angestrebt.

 

Digital Makers finden in der Tabakfabrik Linz ein einzigartiges Ökosystem – unter anderem dank der Innovationswerkstatt GRAND GARAGE. Fotocredit: vog.photo

 

„Die Idee, entlang der Westbahnstrecke und darüber hinaus Innovations-Hubs zu entwickeln, diese nach Schwerpunkten zu clustern und gemeinsam zu bewerben, stellt wichtige Weichen für die Vernetzung der Kreativszene. Dementsprechend erfreulich ist die Förderzusage der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG für dieses Projekt. Es zeigt die Innovationskraft von Linz, dass die Tabakfabrik die ‚Digital Makers Hubs‘ federführend mitgestaltet und so im Umgang mit den Herausforderungen des digitalen Wandels österreichweit eine zentrale Rolle spielt“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

„Seit jeher war der Ausbau von Mobilität das entscheidende Schlüsselereignis für das Aufkeimen von Innovation und Zivilisation. Es ist unbedingt notwendig, Österreichs Kreativquartiere zusammenzuschließen, denn Innovationsnetzwerke entstehen nicht zufällig. Mit der Triebkraft der Kreativwirtschaft wird so ein pulsierendes Innovationsband entlang Österreichs Süd- und Westachse geschaffen. Innerhalb dieses Netzes können die digitalen Nomaden – wie vor ihnen die Zimmerleute, die auf Walz gingen oder Dombauer auf Tippelei – ihre Qualitäten weiter ausbauen und durch Kollaboration wachsen. Mit der Fachhochschule St. Pölten, der Initiative „Industry meets Makers“ und der Zukunftsakademie Mostviertel verfügen wir über großartige ProjektpartnerInnen, um die Kraft der Kollaboration auf Schiene zu bringen“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

 

Starkes Netzwerk

Der Digital Makers Hub ist eine Plattform getragen von vier Konsortialpartnern mit einem Netzwerk aus regionalen, überregionalen und internationalen Partnern.

  • Die Fachhochschule St. Pölten gilt mit ihren mehr als 3200 Studierenden in 22 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie zahlreichen Weiterbildungslehrgängen, davon rund die Hälfte in Kernbereichen der Digitalisierung, und ihrer Forschungsstärke zu einem der größten Kompetenzzentren für Digitalisierung im Land Niederösterreich.
  • Das Open Innovation Community Building Format Industry meets Makers vernetzt mit innovativen Open Innovation Aktivitäten und Formaten seit 2015 erfolgreich die Top-Industrie mit der Maker-Szene.
  • Die Zukunftsakademie Mostviertel ist der Zusammenschluss der Mostviertler Wirtschaft zur Förderung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen. Mit rund 120 Mitgliedsunternehmen ist sie wichtige Partnerin im Bereich Aus- und Weiterbildung, Technologieanwendung und Anwenderforschung, Talenteförderung und dem Auf- und Ausbau von Innovationsknoten.
  • Die Tabakfabrik Linz gilt als internationales Best-Practice-Beispiel für die Transformation eines traditionellen Industriestandortes hin zum Hotspot der Creative Industries, von Digitalisierung und Start-ups. Neben der einzigartigen Ökologie des Indoor-Boulevards Strada del Start-up beheimatet die Tabakfabrik Linz auch die GRAND GARAGE, eine Innovationswerkstatt mit umfassenden Know-how, lebendiger Community und herausragendem Maschinenpark auf 3000 Quadratmetern Nutzfläche.

 

Informationen der FFG zu Digital Innovation Hubs:

https://www.ffg.at/dih

https://www.ffg.at/presse/bm-udolf-strobl-die-ersten-drei-digital-innovation-hubs-gehen-den-start

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