Tabakfabrik Linz als Best Practice Beispiel in China

Foto: Tabakfabrik Linz

Mit dem Paradigmenwechsel der digitalen Revolution – von der Industriegesellschaft zur Wissensökonomie – ist das Jahrhundert der Kreativität angebrochen. Auf den globalen Märkten werden heute zündende Ideen oder innovative Konzepte als Rohstoff der Zukunft gehandelt. Deshalb entfaltet die Neugestaltung der Tabakfabrik Linz immer größere internationale Vorbildwirkung  – auch für die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Direktor Chris Müller präsentierte das Revitalisierungskonzept der Tabakfabrik als Best Practice Beispiel bei der Chengdu Global Innovation and Entrepreneurship Fair – im Rahmen einer Delegation aus Linz mit Vizebürgermeister Detlev Wimmer. Die Innovationsmesse lockte Anfang Mai hochrangige AusstellerInnen und BesucherInnen aus knapp 60 verschiedenen Städten aus aller Welt in die südchinesische Millionenmetropole Chengdu.

Tabakfabrik Direktor Chris Müller als Speaker bei der Chengdu Global Innovation and Entrepreneurship Fair 2017

„Die fortschreitende Automatisierung macht menschliche Kreativität zum wichtigsten Rohstoff im Kräftemessen der Kontinente, krisenfest und zukunftstauglich. Auch der Zukunftsmarkt China richtet nun den Fokus auf die Innovationsökologie der Gründerszene. Gleichzeitig wird die Entwicklung von Green- oder Brownfield-Projekten zum Schlüsselfaktor im internationalen Wettbewerb. Neue, urbane Minen und Bohrtürme werden errichtet, um Innovationen, neue Zugänge und Geistesblitze zu Tage zu fördern und gesellschaftlich aufzubereiten. Firmen, Regierungen und Kontinente werden viel Geld investieren, um Orte zu schaffen, die das kreative Potential stimulieren. Mit der Tabakfabrik gelang es Linz einmal mehr, eine Pionierrolle einzunehmen und daher stoßen unsere Planungen und Konzepte weltweit auf Beachtung – auch hier in China interessiert man sich für dieses Leaderprojekt“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

Attraktives Studienangebot im Austausch zwischen Chengdu und Linz

Fruchtbare Städtepartnerschaft zwischen Chengdu und Linz

Als Verantwortlicher für Städtepartnerschaften präsentierte Vizebürgermeister Detlef Wimmer das Innovationskonzept der Stadt Linz. Wimmer, der sich sehr engagiert für die internationale Zusammenarbeit einsetzt, betonte auch den Austausch mit China, der bereits zu konkreten Projekten geführt hat.

Bei der Besichtigung der Universität in Chengdu zeigt sich Detlef Wimmer erfreut: „Die Stadt Linz hat mit den Verantwortlichen in Chengdu eine politische Kooperation vereinbart, um Auslands-Studenten aktiv zu unterstützen.“ Ab sofort können Burschen und Mädchen, die in Chengdu ein Studium absolvieren wollen, dies kostenlos tun. Außerdem erhalten sie pro Monat rund 350 Euro Unterstützung von der Stadt Chengdu, was einen erheblichen Teil der Wohn- und Lebenskosten abdecken dürfte. „Wer aus Linz das Angebot nutzen möchte, soll sich im Büro von Vizebürgermeister Wimmer oder bei mir melden. Wir unterstützen Studenten auch bei der Visabeschaffung und Kommunikation mit China. An sich ist das für Studenten, die China kennenlernen wollen, eine einmalige Gelegenheit“, sagt Gemeinderätin Mia Åkerblom, die derzeit noch selbst an der JKU in Linz ihr Studium abschließt.

China an der Weltspitze

Das „Reich der Mitte“ steht heute wirtschaftlich an der Weltspitze. Selbst wenn man alle EinwohnerInnen von Nordamerika, Europa und Russland zusammenzählen würde, wäre die Bevölkerungszahl Chinas, die sich aktuell auf 1,3 Milliarden beläuft, noch nicht erreicht. Der Tatendrang der chinesischen Wirtschaft spiegelt sich auf imposante Weise in den mächtigen Bauprojekten wide. Jährlich entstehen hier neue Stadtteile oder gar ganze Städte, die wie aus dem Nichts aufgezogen werden.

Langjährige  Partnerschaft

Schon lange arbeiten die Städte Linz und Chengdu zusammen, sind seit 1983 offiziell Partnerstädte, die sich gegenseitig informieren und austauschen. Die Stadt Chengdu ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan. Chengdu hat sich neben Chongqing zum Wirtschaftszentrum Westchinas entwickelt. Mit rund 12.000 km² ist die Stadt etwa gleich groß wie Oberösterreich und ist die Heimat von 16 Millionen Menschen.

Zwischen Tradition und Moderne: Die südchinesische Millionenmetropole Chengdu

 

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