Ausgezeichnetes „Innovations-Ökosystem“

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Kontrollamt stellt Tabakfabrik hervorragendes Zeugnis aus

Im Zuge seiner dritten Initiativprüfung findet das Kontrollamt der Stadt Linz einmal mehr lobende Worte für die Revitalisierung der Tabakfabrik. Besondere Anerkennung erfahren die gute organisatorische und finanzielle Entwicklung der Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft sowie die Neugestaltung des Areals als kollaborativer Konzern, der geeignet ist, „den Ruf eines neuen Innovations-Ökosystems zu begründen“.

Eine intensive, mehrmonatige Prüfung, die sich mit der wirtschaftlichen und strategischen Entwicklung der Tabakfabrik Linz in den Jahren 2015 bis 2018 beschäftigt hat, bescheinigt der Tabakfabrik Fortschritt auf mehreren Ebenen und ergab keinerlei Beanstandungen seitens des Kontrollamts. Neben der guten Gebarung sind es vor allem verschiedene Aspekte der Neupositionierung des Areals, die Erwähnung finden.

„Die Tabakfabrik ist nicht nur eines der wichtigsten Projekte der Stadt Linz, sondern auch das komplexeste. Dort wird umgebaut, veranstaltet, vermietet, geforscht und produziert. Diese verschiedenen Geschäftsbereiche zu vereinen, gestaltet sich alles andere als einfach. Umso bemerkenswerter ist die konzertierte Vorgehensweise des Tabakfabrik-Teams in der Entwicklung des Areals. Deshalb freut mich die positive Bilanz des Kontrollamtsberichts besonders“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

„Der aktuelle Kontrollamtsbericht zeigt klar, dass sich die Investitionen in die Tabakfabrik Linz bezahlt machen und bestätigt unseren konsequenten Kurs der vergangenen Jahre. Er ist der Beweis, dass man Unternehmen im öffentlichen Eigentum sehr wohl zugleich privatwirtschaftlich effizient und im Dienst der Allgemeinheit führen kann. Mit der Adaptierung der Magazine 1 und 2 sowie dem NeuBau3 wird die Tabakfabrik Linz in den kommenden Jahren eine noch bedeutendere Rolle als Innovations-Ökosystem spielen“, so Markus Eidenberger, kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz.

 

 

„Wir freuen uns über das sehr gute Ergebnis des Kontrollamtsberichts. Es ist unser Auftrag, das Areal der Tabakfabrik im Sinne der Stadt Linz und ihrer BürgerInnen bestmöglich zu entwickeln. Darum bemühen wir uns Tag für Tag mit unseren MitarbeiterInnen, denen an dieser Stelle auch besonderer Dank gebührt“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

 

 

 

Der Veranstaltungsbetrieb, anfangs als Zwischennutzung des Areals gedacht, hat sich zu einem stabilen Geschäftsfeld entwickelt. Gleichzeitig werden die Räumlichkeiten der Tabakfabrik und ihre Veranstaltungsinfrastruktur auf ein neues Niveau gehoben, so etwa die frisch adaptierte Lösehalle.

Für Veranstaltungen stehen insgesamt rund 13.500 Quadratmeter zur Verfügung. Davon entfallen rund 2.800 Quadratmeter auf den Bau 3, der vor seinem Abriss noch mit Blockbuster-Events bespielt wird. Auf dem atmosphärischen, ca. 8.000 Quadratmeter großen Innenhof der Tabakfabrik finden Konzerte, Messen oder Sportveranstaltungen statt.

Die Vermietung der sanierten Flächen zählt zu den Haupteinnahmequellen der Tabakfabrik. Derzeit sind rund 23.500 Quadratmeter als Büros, Werkstätten und Gewerbeflächen permanent vermietet. Und in den Magazinen 1 und 2, die insgesamt 15.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten, ist der Umbau in vollem Gange.

Heute arbeiten in der Tabakfabrik insgesamt 1.650 Personen – über fünf Mal so viele Menschen wie zum Ende der Zigarettenproduktion. Und auch diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen: 3.000 Personen können im Vollausbau auf dem Kreativareal tätig sein.

Die Ansiedlungspolitik, also die Entscheidung, welche Unternehmen oder Organisationen in der Tabakfabrik eine Heimat finden, erfolgt in Zusammenarbeit mit dem renommierten Wiener Forschungsinstitut FASresearch und wird nach verschiedenen Kriterien objektiviert vorgenommen.

Das ausgesprochen attraktive Geschäftsumfeld der Tabakfabrik entsteht durch die starke Vernetzung der einzelnen Betriebe und Personen, die vom Community Manager des Areals vorangetrieben wird. In einem Klima des kreativen Austauschs profitieren die Unternehmen durch die Nutzung von Synergien und die Auslagerung von Ressourcen. Um neue Schritte auf dem erfolgreichen Weg zu setzen, braucht es einen Ausbau der Community-Aktivitäten.

Mit der Betreuung von Delegationen aus aller Welt und der Schaffung von neuen Formaten wie der Grand Garage oder der Strada del Start-up ist die Tabakfabrik ein wichtiges Werkzeug für die Identitäts- und Markenbildung der Stadt Linz. Die Tabakfabrik entwickelt dabei etwas, das über die gewinnorientierte Vermietung hinausgeht – einen kollaborativen Konzern, „der mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und ein wesentlicher Baustein in der Innovationsstrategie der Stadt ist“.

 

Foto Markus Eidenberger | Bildcredit: Thomsen Photography

Foto Chris Müller | Bildcredit: Tabakfabrik Linz

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