Erster Makerspace in Oberösterreich bietet Raum für Innovation und Kreativität

(c) .CAP

Tabakfabrik Linz dank Kooperation mit CAP.future einmal mehr in der Pionierrolle

Im Magazin 3 der Tabakfabrik Linz entsteht bis zum Frühjahr 2018 auf 1800 Quadratmetern Platz für analoge und digitale Werkstätten mit modernster Ausstattung, die öffentlich zugänglich sind. Bei der Innovationswerkstätte der CAP.future handelt es sich um den ersten Makerspace Oberösterreichs und den ersten interdisziplinären seiner Art in ganz Österreich.

Die Innovationswerkstätte der CAP.future ist ein physischer, offener Raum, in dem sich MakerInnen sowie Personen, die an digitalen und analogen Technologien interessiert sind, austauschen und gemeinsame Projekte realisieren können. Privatpersonen, SchülerInnen aller Schultypen, Lehrlinge aller Berufsgruppen, Studierende der Linzer Universitäten und Pädagogischen Hochschulen sowie der FH Oberösterreich, PädagogInnen, ForscherInnen, Unternehmen und deren MitarbeiterInnen sowie Start-ups erhalten Zugang zu Produktionsmitteln, modernen Technologien sowie industriellen Produktionsverfahren für eigene Ideen, Projekte und Prototypen.

v.l.n.r.: Vbgm Wirtschaftsreferent Mag. Bernhard Baier, Dkfm. Ludwig Szinicz (Future Wings Privatstiftung), Wirtschaftslandesrat Mag. Dr. Michael Strugl, Mag.a Ruth Arrich-Deinhammer, Bürgermeister Klaus Luger, kaufmännischer Direktor TFL Markus Eidenberger, Ing. Werner Arrich | Fotocredit: Kneidinger-Photography

 

„Die Innovationskraft der Stadt Linz als Schmelztiegel klassischer und kreativer Industrien verdichtet sich im österreichweit ersten spartenübergreifenden Makerspace in der Tabakfabrik. Als Werkbank verschiedener Branchen soll dieses offene Fabrikationslabor für kreative Initialzündungen sorgen und die heimische Produktion befeuern. Gleichzeitig befähigt die Innovationswerkstätte junge Menschen im Umgang mit neuen Fertigungsmethoden –  und schmiedet damit die zündenden Ideen der Zukunft“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

 

Bürgermeister Klaus Luger | Fotocredit: Kneidinger-Photography

 

Innovationswerkstätte – Auf einen Blick

 

Träger: CAP.future in Kooperation mit der Tabakfabrik Linz

Location: Magazin 3 der Tabakfabrik Linz, 1800 Quadratmeter Gesamtfläche

Infrastruktur: Digital Lab mit 3D-Drucker, Laser Cutter, eigenem Elektronikbereich, Computer-Arbeitsplätzen sowie Factory mit Werkstätten für Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung inklusive eigenem Lackierbereich.

Geplante Eröffnung: Frühjahr 2018

 

Internationale Vorbilder

Die Innovationswerkstätte befeuert in der Tabakfabrik Linz – dem pulsierenden Kreativareal im Herzen von Linz – zusätzlichen interdisziplinären Austausch und fördert neue Denkansätze und Ideen. Das Konzept wurde in ähnlicher Weise bereits in mehreren Ländern weltweit erfolgreich umgesetzt (zum Beispiel TechShop San Jose in Kalifornien, UnternehmerTUM München, Fab Lab Barcelona, Institute of Making an der UCL London) und wird nun auch Linz als internationalen und innovativen Anlaufpunkt repräsentieren.

„Mit der Innovationswerkstätte wird ein Begegnungsraum für Unternehmen, Start-ups, Kreative, Tüftler und Neugierige geschaffen, um gemeinsame Ideen abseits jeglicher materieller, organisatorischer oder bürokratischer Hürden zu entwickeln und vor allem auch praktisch umzusetzen. Denn diese Hürden – das weiß ich aus eigener langjähriger Erfahrung als Unternehmer – können Kreativität und Innovation enorm beschränken. Wir bauen eine professionelle technische Infrastruktur auf, mit denen zum Beispiel investortaugliche Prototypen genauso wie Physical Computing Produkte[1] entwickelt und tatsächlich auch gebaut werden können“, sagt Werner Arrich, der an der Entwicklung des Makerspace in der Tabakfabrik federführend mitwirkt.

 

Nachfrage und Bedarf

In Österreich gibt es bereits einige Aktivitäten der Maker-Szene, die sich aus Makerspaces, Hackerspaces und Fablabs zusammensetzen. Dabei handelt es sich um öffentlich zugängliche Räume, die kreativen Menschen unterschiedlichster Ausprägungen – von StudentInnen bis HobbybastlerInnen – zur Verfügung stehen, um alleine oder im Team innovative Vorhaben in die Realität umzusetzen. Das dafür notwendige Equipment wird ihnen je nach Art des Makerspaces vor Ort gegen Entrichtung einer Mitgliedsgebühr und/oder einer Nutzungsgebühr zur Verfügung gestellt. Großteils konzentriert sich die Maker-Szene auf die Zentralräume der einzelnen Bundesländer.

Während der Schwerpunkt bei Fablabs und Hackerspaces auf modernen Technologien wie 3D-Printing und Lasercutting liegt, sind Makerspaces Werkstätten, die sowohl neue Technologien als auch analoge Produktionstechniken wie beispielsweise Holz-, Metall- oder Textilverarbeitung anbieten, bzw. eine kombinierte Anwendung digitaler und analoger Techniken ermöglichen – mit dem Ziel, technische Skills der KundInnen gezielt zu unterstützen, zu befähigen und weiterzuentwickeln.

„Der einzigartige Maker Space in der Tabakfabrik Linz ist Tech-Shop und Werkstatt der Kreativen. Im Sinne der Shared Economy und der kollaborativen Produktion kann die neue Verknüpfung vorhandener Ressourcen Innovation hervorbringen. In den Maker Units und Open Labs greift man auch zu Handwerks-Maschinen, wie Laser-Cutter, Schweißgeräten, Holzpressen oder Fräsen. Klassische Zünfte kombiniert mit zukunftsweisenden Laboren, wie sie sonst nur in San Franciscos Garagen zu finden sind. Tischlerei, Schlosserei, Elektronik-Werkstatt, Programmier-Shop oder 3D-Druck – hier lässt sich aus jeder Idee ein Prototyp erschaffen, der die Tabakfabrik als Innovation verlässt. Das ‚Neue Handwerk‘ findet (Werk)statt“, sagt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz.

 

Die Innovation

Bei der Innovationswerkstätte in der Tabakfabrik Linz wird es sich um den ersten Makerspace in Oberösterreich handeln. Außerdem wird erstmals ein interdisziplinärer Makerspace in Österreich etabliert, in dem auch an zukunftsweisenden Lernkonzepten geforscht und experimentiert werden soll.

Der Betreiber, CAP.future, hat eine klare Vision. Die Innovationswerkstätte leistet einen maßgeblichen Beitrag zur erfolgreichen und zukunftsorientierten Gestaltung des Wirtschafts- und Kulturstandorts Oberösterreich, indem er primär das Interesse unterschiedlichster Menschen an Technik forciert, als Innovationsgenerator fungiert und den interdisziplinären Kreativitätsaustausch fördert. Dies führt langfristig zu einer Steigerung der technischen Kompetenzen sowie der Innovationskraft in Oberösterreich.

 

Unterstützung durch die Future Wings Privatstiftung

Unterstützt wird das Projekt durch die Future Wings Privatstiftung, da es der Idee und der Philosophie „Mensch im Mittelpunkt – Lernen und Wachsen“ in geradezu idealer Weise entspricht. Mit dieser Philosophie werden die TGW Logistics Group sowie alle gemeinnützigen Projekte der Future Wings Privatstiftung geführt. Und mit dieser Philosophie wird es auch gelingen, die notwendigen Veränderungsprozesse, mit denen wir heute und morgen konfrontiert sind, zu meistern.

Die Future Wings Privatstiftung steht für eine ganzheitliche Sicht auf das Thema „Lernen“ und engagiert sich in Projekten, die junge Menschen befähigen, ihren ganz persönlichen Entwicklungsweg zu gehen – ihnen Flügel zu verleihen, mit denen sie in ihre viel versprechende Zukunft fliegen können. Denn Begeisterung für eine Idee setzt Kräfte frei, die dazu führen, dass fehlendes Wissen für deren Realisation aktiv aufgenommen wird.

Die Strategie, mit der Wirtschaftsunternehmen bisher erfolgreich waren lautet: ‚maximale Ausnutzung der Ressourcen‘. Die erfolgversprechende Strategie der Zukunft muss lauten: ‚maximale Entwicklung der Potentiale‘. In einer Metapher gesprochen: ‚Aus einer Rudergaleere müssen wir ein Segelschiff machen!‘. Durch das Aneignen von neuem Wissen und durch das Zusammenführen verschiedenster Kompetenzen wird Zukunft gestaltet. Als Ergebnis der Innovationswerkstätte erwarte ich mir bei allen Beteiligten ein sehr effektives zielgerichtetes Lernen und Wachsen und damit eine Entfaltung ihrer Potenziale“, sagt Ludwig Szinicz, Gründer und Vorstand der Future Wings Privatstiftung.

 

Zielsetzungen

Das Konzept folgt der Grundidee der „cross fertilization“ (gegenseitigen Befruchtung):

  • Errichtung eines interdisziplinären, niederschwelligen Innovationsraumes mit Zugang zu modernen Technologien zur Förderung der technischen Neugier und Kompetenz innerhalb der oberösterreichischen Bevölkerung
  • Schaffung eines Innovationshubs für Tüftler, Unternehmen, Kreative, Neugierige, um gemeinsame Ideen zu entwickeln und ohne materielle, organisatorische oder bürokratische Hürden ausprobieren zu können.
  • Gezielte Unterstützung, Befähigung und Weiterentwicklung von Skills (3D Druck, Programmierung, Elektronik, Mechatronik, Robotik, usw.) und Methodenkompetenz (Design-Thinking, Business Model Innovation, open Innovation, usw.)
  • Bereitstellung einer hochwertigen professionellen Werkstätte mit analogen und digitalen Technologien und Know-how zu einem für viele Menschen leistbaren Preis

Unter Verwendung des Ansatzes der systematischen Begleitung, Unterstützung und Förderung der NutzerInnen, basierend auf deren aktueller Expertise, kann die Betreiberorganisation einen Mehrwert für die oberösterreichische Community bieten und die technische Neugier und Innovationskraft in Linz entfachen und fördern. Angefangen von der Unterstützung bei der Ideensuche über die Konzeptionsphase bis hin zum Prototyping wird alles unter einem Dach vereint. Durch die disziplinenübergreifende, professionelle Infrastruktur in der Tabakfabrik Linz wird technisch interessierten Menschen ein Arbeitsplatz auf höchstem Niveau geboten, um so an den Innovationen der Zukunft arbeiten zu können.

 

Wer profitiert von der Innovationswerkstätte in der Tabakfabrik?

Der oberösterreichische Zentralraum mit der Landeshauptstadt Linz verfügt über historisch gewachsene Schwerpunkte, u.a. in der Maschinen-, Stahl-, Chemie- und Kunststoffindustrie. Unternehmen in diesen Segmenten sind die treibende Kraft im Land und sichern eine große Anzahl von Arbeitsplätzen. Damit Unternehmen in diesen Sektoren auch in Zukunft innovativ und kompetitiv bleiben können, brauchen sie MitarbeiterInnen und PartnerInnen, die mit modernen Technologien und Entwicklungen experimentieren und umgehen können. Stichworte in diesem Zusammenhang sind Internet of Things (IoT), lndustrie 4.0, Augmented- und Virtual Reality, Machine and Deep Learning, Big Data, Open Innovation, etc. Je mehr Möglichkeiten es in einer Region gibt, einen möglichst niederschwellig Zugang zu Innovationswerkstätten mit digitaler und analoger Technologie zu haben, umso besser kann sich das kreative Potential der Menschen entfalten und den Wirtschaftsstandort stärken.

„Der Makerspace im kreativen Umfeld der Tabakfabrik ist eine weitere Bereicherung und Unterstützung für unsere oberösterreichische Gründerstrategie ‚Start Up(per) Austria‘ und für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Unternehmensgründungen sind wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit Oberösterreichs. Gründungspotentiale zu erschließen und motivierte Menschen zum Gründen zu ermutigen und ihnen vor allem ein bestmögliches Startumfeld zu bieten, ist deshalb unser Ziel. Diese Innovationswerkstätte birgt vor allem für unseren HighTech-Inkubator tech2b als oberösterreichische Geburtsstätte für Hardware Start-ups große Potentiale. Er kann erste Anlaufstelle zur Herstellung von Prototypen sein, Gründer können hier ihre technischen Ideen auf Machbarkeit und Funktionalität testen. Der Makerspace ist somit ein weiterer Schritt, damit Oberösterreich zum Start-up-Bundesland Nummer 1 wird“, sagt Wirtschaftslandesrat Michael Strugl.

v.l.n.r.: Wirtschaftslandesrat Mag. Dr. Michael Strugl, Vbgm Wirtschaftsreferent Mag. Bernhard Baier | Fotocredit: Kneidinger-Photography

 

Die Angebote bzw. Nutzung der Innovationswerkstätte werden uneingeschränkt der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und zwar all jenen, die über technisches Interesse verfügen und ihre Ideen in Projekte umsetzen wollen. Darüber hinaus soll die Innovationswerkstätte durch spezielle Kooperationen und/oder Mitgliedschaften MitarbeiterInnen von Industrieunternehmen zur Verfügung stehen, um firmeninterne Projekte zu forcieren und den Bau von gezielten Prototypen zu ermöglichen. Ebenso kann die Innovationswerkstatt als „Arbeitsraum“ für Start-ups genutzt und so zur Plattform innovativer und zukunftsorientierter Netzwerkstrukturen werden.

 

Hauptzielgruppen

  • Technikinteressierte NutzerInnen mit dem Wunsch zu aktivem Kennenlernen und Ausprobieren analoger und digitaler, moderner Technologien
  • Start-ups, welche die Innovationswerkstätte als Basis zur Ideengenerierung bzw. Prototypenbau nutzen möchten
  • StudentInnen aller Fakultäten in Oberösterreich
  • Unternehmen und deren MitarbeiterInnen
  • Jugendliche, die sich aktiv im Ausbildungsprogramm CAP. befinden sowie jene, die dieses bereits abgeschlossen haben
  • SchülerInnen aller Schultypen
  • Lehrlinge aller Berufsgruppen
  • KünstlerInnen
  • ForscherInnen
  • Erwachsene Privatpersonen aller Altersgruppen mit Interesse am „Selbermachen“

Das CAP. Mechatronik-Ausbildungsprogramm bietet AHS SchülerInnen die Möglichkeit, handwerklich-technische, als auch Management-Fähigkeiten zu erlernen bzw. zu vertiefen | Fotocredit: CAP.

 

Die Innovationswerkstätte der CAP.future fügt sich ideal in das Gesamtkonzept der Tabakfabrik Linz ein, in dem Raum für Experimente und die konkrete Umsetzung politischer, gesellschaftlicher und sozioökonomischer Zukunftsmodelle geboten wird.

„Die Nachricht, dass es in der Tabakfabrik einen Makerspace geben wird, ist von allen bestehenden und zukünftigen MieterInnen enthusiastisch aufgenommen worden und hat allein durch deren Mundpropaganda binnen Tagen mehrere neue Mietanfragen aus der Start-up-Szene ausgelöst. Das zeigt schon, welche wirtschaftliche Kraft eine offene Werkstätte für die Tabakfabrik und für Linz hat“, sagt Markus Eidenberger, Kaufmännischer Direktor der Tabakfabrik Linz.

 

Die Infrastruktur

Die Innovationswerkstätte wird auf rund 1.800 Quadratmetern im Magazin 3 der Tabakfabrik Linz errichtet und befindet sich somit am Hotspot der Linzer Kreativszene.

Mit einem vollständigen Maschinenpark, u.a. mit Holz-, Metall- und Kunststoffbearbeitung, entsteht ein Raum, wo kreative Profis und BastlerInnen mit entsprechender Qualifikation ihren Ideen Leben einhauchen können. Neben den Werkstätten liegt der Fokus dabei auch auf der sozialen Interaktion. Interdisziplinäre und heterogene Teams fördern und fordern sich gegenseitig durch Unterschiede im Werdegang und in ihren Kompetenzen und finden so neue Lösungsansätze für bestehende und neue Problemstellungen.

Die Werkstätten nehmen den größten Teil der Fläche in Anspruch. Diese gliedern sich in folgende Bereiche:

  • digital lab: Hier liegt der Schwerpunkt auf digitalen Medien. Das Sortiment erstreckt sich von 3D-Druckern und Lasercuttern bis hin zu einem eigenen Elektronikbereich. Eigens installierte Computer-Arbeitsplätze ermöglichen den NutzerInnen einen einfachen Zugriff auf die Geräte.
  • factory: Hier befinden sich die Werkstätten für die Bereiche Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung und werden durch das Angebot eines separaten Lackierbereichs ergänzt.
  • Ergänzt wird die Infrastruktur der Innovationswerkstätte durch eine Club-Lounge (inklusive Bar), die den Nutzern zur Verfügung steht.

„Mit dem Makerspace wird ein spannender Begegnungsraum geschaffen, der für die Zukunft von Linz als Wirtschafts- und Kreativstandort enorm wichtig ist. Damit entsteht ein niederschwelliger Innovationsraum, der einer breiten Anwendergruppe Zugang zu modernen Technologien ermöglicht“, sagt Vizebürgermeister Wirtschaftsreferent Bernhard Baier.

 

Angebote und Aktivitäten

Neben der Nutzung der Maschinen und Werkzeuge besteht die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen. Diese werden an die unterschiedlichen Zielgruppen und deren Spezifika (Geschlecht, Alter, Interesse) angepasst.

Um den sozialen Faktor zu untermauern, der im Konzept der Innovationswerkstätte einen hohen Stellenwert einnimmt, sind auch unterschiedliche Social Events wie Clubbings, „Maker’s Nights“, „Speed Datings“ für Projekte sowie Ideenpräsentationen, Wettbewerbe und ähnliches geplant.

„Das Geheimnis eines erfolgreichen Konzepts ist die Freude und Begeisterung am Tun sowie ein Miteinander von Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Dieser Spirit, der von allen Beteiligten des Ausbildungsprogramms CAP. seit Jahren gelebt wird, wird auch die Innovationswerkstätte in allen Facetten prägen. Nur ein lebendiger Austausch von Menschen kann Horizonte erweitern, neue Ideen ermöglichen und einen Ort mit Leben und Begeisterung füllen. Mit dieser Innovationswerkstätte schaffen wir einen Raum, der dies ermöglicht, Interdisziplinarität fördert und Menschen mit einer Affinität zu Technik und Kreativität zueinander bringt“, sagt Ruth Arrich-Deinhammer, die sich seit 2010 im Ausbildungsprogramm CAP. engagiert.

 

Gesamtkonzept

Die geplante Innovationswerkstätte stellt die zweite Stufe des Gesamtkonzeptes von CAP. (www.cap-future.eu) dar. CAP. steht für „capability“ (engl.: Fähigkeit) und hat sich zum Ziel gesetzt, durch zielgerichtete Förderung junger Menschen im Bereich Technik und Management den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Gemeinsam von Ludwig Szinicz (Future Wings Privatstiftung), Ruth Arrich-Deinhammer und Werner Arrich wurde 2010 das Ausbildungsprogramm CAP. ins Leben gerufen, das AHS-OberstufenschülerInnen parallel zur AHS-Ausbildung eine Lehre zum Mechatroniker ermöglicht. Dieses Programm ist auch Ausgangspunkt für die Idee der Konzeption der Innovationswerkstätte.

Fotocredit: CAP.

 

Die Erfahrungen zeigen, dass in den Jugendlichen eine enorme kreative Kraft steckt, die sich nur in einem Umfeld, das gemeinsames Experimentieren und Tüfteln ermöglicht, entfalten kann. Einige CAP.tains (= Teilnehmende des Mechatronik-Ausbildungsprogramms) arbeiten bereits an eigenen Produktideen und stoßen dabei auf unüberwindbare Grenzen. Leider gibt es in Oberösterreich bis dato keine öffentlich zugänglichen Werkstätten, in denen Prototypenbau und Ideenaustausch möglich sind. Zudem ist es teilweise schwierig, technisches Material zu günstigen Konditionen in kleinen Mengen zu erhalten. Die CAP. AbsolventInnen haben daher 2016 den dringenden Wunsch formuliert, Zugang zu einer professionell ausgestatteten Werkstätte zu bekommen.

 

Zu den InitiatorInnen

Dkfm. Ludwig Szinicz (Future Wings Privatstiftung):

Die Future Wings Privatstiftung steht für die Befähigung junger Menschen, ihren ganz persönlichen Entwicklungsweg zu gehen und verfolgt seit Jahren mit zahlreichen Initiativen das Ziel, Lernen und Wachsen zu fördern. Gründer und Vorstand der Privatstiftung ist Dkfm. Ludwig Szinicz, der 1969 auch Gründer der heutigen TGW Logistics Group in Wels war, die mit 2.600 MitarbeiterInnen als weltweit führender Systemanbieter von hochdynamischen, automatisierten und schlüsselfertigen Logistiklösungen gilt.

v.l.n.r.: Ing. Werner Arrich, Mag.a Ruth Arrich-Deinhammer, Dkfm. Ludwig Szinicz (Future Wings Privatstiftung) | Fotocredit: Kneidinger-Photography

 

Mag.a Ruth Arrich-Deinhammer:

absolvierte das Studium der Sozialwirtschaft und hat schon während des Studiums die erste Projektidee im gemeinnützigen Bereich umgesetzt. Sie ist seit 2004 als Personalberaterin tätig und somit in ständigem Dialog mit Wirtschaftsunternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen. Seit 2010 engagiert sie sich parallel dazu als Projektleiterin für das Ausbildungsprogramm „CAP.“.

Ing. Werner Arrich:

ist ausgebildeter Ingenieur in den Bereichen Elektrotechnik/Nachrichtentechnik und greift auf ein mehr als 20 Jahre umfassendes Erfahrungswissen als Unternehmer zurück. Er war als Gründer der CADISON GmbH in Deutschland tätig, die er als europäischer Marktführer positionierte. Werner Arrich realisierte für das Unternehmen als Mitglied des Managements einen Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse. Er ist Gründer und Vorstand der COVENTINA Privatstiftung (Österreich) und Gründungsaktionär der graceNT AG, einem Medizintechnikunternehmen.

 

[1] Darunter werden Systeme verstanden, die sich mit der Beziehung zwischen dem Menschen und der digitalen Welt befassen.

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