Fabriksblick – NachbarInnen schauen auf die Tabakfabrik: Hofkneipe

Die Tabakfabrik Linz startet eine Reihe, in der die Nachbarinnen und Nachbarn der Tabakfabrik zu Wort kommen und Lob, Kritik, Wünsche und Erwartungen aussprechen können. Episode 1 von „Fabriksblick – NachbarInnen schauen auf die Tabakfabrik“: Ernst Konrad, Inhaber des Restaurants Hofkneipe.

Die Sonne steht hoch über der Hofkneipe, die Gäste genießen die ersten warmen Frühlingsstrahlen im Gastgarten.  „Aber einen kleinen Kritikpunkt hätte ich da schon“, sagt Ernst Konrad, Eigentümer des Lokals in der Ludlgasse. „Um halb sechs Uhr abends geht für uns die Sonne unter, der letzte Stock des Bau 1 der Tabakfabrik gehört weg“, lacht er. Seit neun Jahren führt er das Restaurant, die Zahl seiner Kunden ist immer noch steigend. Nicht zuletzt auch wegen der Tabakfabrik.

„Die Tabakfabrik bringt eine Aufwertung für das gesamte Viertel, diese Aufbruchsstimmung hier ist überall bemerkbar“, Ernst Konrad lässt seinen Blick schweifen, sein Gastgarten bietet eine spektakuläre Aussicht auf den 230 Meter langen Bau 1. Die unglaublichen Dimensionen und die markante Schönheit des Architekturjuwels machen für ihn das spezielle Ambiente und den Zauber der Tabakfabrik aus. Er schätzt die junge, geschäftige Generation, die von dem großen Nachbarn angezogen wird und den ganzen Stadtteil belebt.

Schöne Aussichten aus dem Gastgarten der Hofkneipe

Schöne Aussichten aus dem Gastgarten der Hofkneipe

Die Menschen aus der Tabakfabrik, die zu ihm essen kommen, haben alle eines gemeinsam: Sie verbreiten positive Stimmung und Unternehmungslust. „Natürlich reden sie auch über die Firma, aber das ist kein Sudern. Das ist konstruktives Nachdenken. Sie ziehen am selben Strang, es geht vorwärts.“ Viele kommen aus der Startup-Szene,  zum „Sudern“ hätten sie ohnehin keine Zeit, die müssten denken und kreativ sein. „Da bleibt für Negativität kein Platz“, schmunzelt Ernst Konrad.

Was ihn besonders fasziniert ist die familiäre Atmosphäre, die sich zwischen den Mieterinnen und Mietern der Tabakfabrik entwickelt hat. „Das gibt es ein Unternehmen X und ein Unternehmen Y, aber die sagen dann ‚WIR sind in der Tabakfabrik‘. Da entsteht ein unbewusstes Zusammenhalten und das finde ich sehr schön.“

Es ist vor allem die internationale Ausrichtung der Tabakfabrik, mit Unternehmen wie beispielsweise der Ars Electronica Solutions, die der Gastronom zu schätzen weiß. Der Mix an Gästen, der die Hofkneipe heute auszeichnet, könnte vielfältiger kaum sein: „Vom Generaldirektor bis zum normalen Arbeiter habe ich alle hier.“

Die Hofkneipe befindet sich direkt gegenüber der Tabakfabrik

Die Hofkneipe befindet sich direkt gegenüber der Tabakfabrik

Für die Hofkneipe hat sich in den letzten Jahren vieles geändert. Die Tabakfabrik verwandelte sich von einer Industriebrache in ein Stadtentwicklungsprojekt mit Magnetwirkung. Zu den Stammgästen der Hofkneipe zählen nicht nur die aktuell rund 360 neuen MieterInnen der Tabakfabrik, sondern auch die BesucherInnen des facettenreichen Veranstaltungsreigens in der ehemaligen Tschickbude – mit Kassenschlagern wie der berühmten Körperwelten-Schau oder der aktuellen Titanic-Ausstellung. Dazu kommen rund 800 neue Nachbarn, die nun in der Siedlung leben, die auf dem Grundstück der alten Frauenklinik errichtet wurde.

Das verschärfte auch die ohnehin schon schwierige Parkplatzsituation des Stadtteils. „Ein Problem, das alle betrifft und im Moment nicht lösbar ist. Tabakfabrik, Eishalle, Parkbad, Donaulände, Fitnessstudio – alle brauchen Parkplätze, aber es gibt einfach zu wenige“, ist Ernst Konrad überzeugt. Mit umso größerer Freude vernahm er, dass der Plan zum Bau einer Tiefgarage unter dem ehemaligen Industrieareal nun vom Aufsichtsrat der Tabakfabrik beschlossen wurde.

Ernst Konrad blickt jedenfalls mit großer Zuversicht in die Zukunft: „Weil einmal über 1.000 Personen in der Tabakfabrik arbeiten werden, denken wir schon jetzt intensiv über Synergien nach. Es ist eine absolute Win-Win-Situation für die Tabakfabrik und die Hofkneipe, weil die Wege auch so kurz sind.“ Er wünscht sich, dass es die Zusammenarbeit mit der Tabakfabrik weiterhin so gut funktioniert. Und das dürfte bei einem Nachbarn wie Ernst Konrad eine leichte Übung werden.

 

Die Reihe „Fabriksblick – NachbarInnen schauen auf die Tabakfabrik“ ist auch auf nachrichten.at nachzulesen.

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