Klappe 1, Take 1: Homophobia

Photo Chris Sennlaub

Dass die Tabakfabrik auch für Filmaufnahmen sehr geeignet ist, haben die Dreharbeiten zum Kurzfilm „Homophobia“ am vergangenen Wochenende gezeigt. Das 30-köpfige Filmteam rund um Gregor Schmidinger wollte ursprünglich in Kasernen des Bundesheeres drehen, hat sich dann nach einem kategorischen „Njet“ dann kurzfristig an uns gewandt.

Photo Chris Sennlaub

Das Drehbuch zu „Homophobia“ stammt von Gregor Schmidinger, der schon gute Erfahrung mit dem Internet machte. Mit seinem ersten Kurzfilm „The Boy Next Door“ hat er mehr als 2 Millionen Menschen über Videoplattformen wie Youtube und Vimeo erreicht. Für „Homophobia“ hat er statt auf klassische Filmförderung auf sogenanntes Crowdfunding gesetzt: Mit einem Spendenaufruf über das Internet hat er mehr als 7.400 Dollar gesammelt. Zum Erfolg des Spendenaufrufs beigetragen hat sicher auch sein Versprechen, den Reinerlös des Films an das „It gets better„-Project zu spenden.

Die Geschichte von „Homophobia“ spielt im Umfeld des österreichischen Bundesheeres. Genauer gesagt im damaligen Assistenzeinsatz Grenzraumüberwachung an der burgenländischen Grenze. Am Schwellpunkt zum Erwachsenwerden, isoliert von Familie und Freunden, ohne Privatsphäre und in einer übermaskulinen Umgebung entwickelt der Protagonist Michael Gefühle für seinen Kameraden Raphael. Für ihn selbst sind diese Gefühle neu, er weiß deshalb nicht wie er damit umgehen soll.

Gregor Schmidingers Kurzfilm beschäftigt sich mit der Angst vor Homosexualität, der Homophobie, die leider auch im 21. Jahrhundert noch immer weit verbreitet ist. Auch heute ist die Suizidversuchsrate unter homosexuellen Jugendlichen sieben mal so hoch wie bei heterosexuellen Gleichaltrigen. Am 17. Mai nächstes Jahres, am Tag gegen Homo- und Transphobie, soll der Film seine Premiere im World Wide Web feiern und dort ein Zeichen gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit setzen. Für Gregor ein wichtiges Anliegen: „Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass es endlich besser wird, mit dem was ich am besten kann – Geschichten erzählen. Ich glaube daran, dass Geschichten die Macht haben Menschen emotional zu berühren und ihnen neue Perspektiven auf das Leben zu zeigen“.

Wir wünschen viel Glück und zeigen euch noch ein paar Fotos von den Dreharbeiten. Mehr Bilder von den Drehtagen in der Tabakfabrik gibt es auch noch auf der Facebook-Seite in der Galerie (Tag 1, Tag 2) zu sehen.

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