Kunststoff-Architekten: 10 Jahre HARATECH in der Tabakfabrik
08. Juli 2026
Die Kunststoff-Architekten: 10 Jahre HARATECH in der Tabakfabrik
Eine Airbus Flugzeugtürfunktionselement, eine 3D-gedruckte Brille oder eine Computermaus für Querschnittsgelähmte – diese und andere Produkte produziert Tabakfabrik-Mieterin HARATECH in Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Von der Idee über das Entwickeln von Prototypen bis zur Serienproduktion dauert es etwa ein Jahr.
Die Tabakfabrik Linz ist ein pulsierender Nährboden für Innovationen. Mitten in diesem Ökosystem fand HARATECH 2016 ihr Zuhause: Ein Unternehmen, das sich als Systemlieferant in der Kunststofftechnik versteht. „Wir sind wie ein Architekt“, erklärt Geschäftsführer Manfred Haiberger. „Wir begleiten eine Idee vom ersten Designstrich über den 3D-Prototypen bis zur fertigen Form. Hier in der Tabakfabrik wird sie real.“
Mehr als nur 3D-Druck: Die Kunst, Ideen erlebbar zu machen
Während viele Unternehmen auf einzelne Prozessschritte spezialisiert sind, liegt die Stärke von HARATECH in der kompletten Begleitung.
Der Innovationsprozess, streng nach ISO-Normen zertifiziert, beginnt für das HARATECH-Team mit Fragen: Was muss das Produkt können? Wer ist die Konkurrenz? Wie sieht die Finanzierung aus? Dann beginnt die Kreation. In der Tabakfabrik wird getüftelt, designt und vor allem prototypisiert. „Ein Produkt angreifen zu können, ist entscheidend. Wie fühlt es sich an? Was hält es aus?“, erklärt Manfred.
Ideenschmiede Tabakfabrik, Serienproduktion in Asten
HARATECH betreibt ein in Österreich einzigartiges Verfahren: das AKF-Verfahren (A = Arburg, K = Kunststoff, F = Freiformen), eine innovative Mischung aus Spritzguss und 3D-Druck. Dem Kunststoff können verschiedene Eigenschaften gegeben werden, das wiederrum eröffnet neue Produktdimensionen.
Ein Ergebnis dieses Verfahrens ist beispielsweise die „Origo Eyewear Sportbrille“, die erste beinahe unzerstörbare 3D-gedruckt Sportbrille.
Durch technologischen Vorsprung entstand am Standort Tabakfabrik ein marktfähiges Lifestyle-Produkt. Während hier die Prototypen und Kleinserien entstehen, findet die Serienproduktionen in Asten statt.
Das Ökosystem als Beschleuniger: Kollaboration im Herzen der Tabakfabrik
Für Manfred war die Entscheidung für die Tabakfabrik weit mehr als eine reine Standortwahl. Als er 2014 bei einem Festival die leeren Hallen sah, war er „geflasht“ von der Vision, die hier entstehen sollte. Er erinnert sich: „Damals suchten wir einen Ort für Innovation.“
Die Früchte dieser langjährigen Arbeit sind so vielfältig wie das Ökosystem selbst. Mittlerweile fertigt HARATECH Modelle für andere Tabakfabrik-Mieter:innen, zum Beispiel für Responsive Spaces (Modelle). Diese Synergien schaffen einen unbezahlbaren Mehrwert für die Community am Areal.



