pcode wächst trotz Corona

Die SoftwareentwicklerInnen aus der Tabakfabrik Linz haben ihr Team mit Nachwuchskräften kräftig ausgebaut und in den vergangenen Monaten vom großen Bedarf an Webshops profitiert.

Wie eine Pflanze ist pcode ab dem Jahr 2016 im Ökosystem des AXIS Coworking-Loft im Bau 2 Stück für Stück gewachsen. „Dann war es einmal an der Zeit, umzutopfen“, berichtet Co-Geschäftsführer Nico Peham. Kurz vor dem Corona-Lockdown im März erfolgte der Umzug innerhalb der Tabakfabrik: pcode-CEO und -Founder Christoph Pernsteiner übersiedelte mit seinem Team in den dritten Stock von Bau 1 an der Stiege D.

Der Zeitpunkt schien denkbar ungünstig, doch pcode ist bisher gestärkt aus der Corona-Krise hervorgegangen: „Uns sind zum Glück fast keine laufenden Projekte weggebrochen und mit Online-Shops ist ein für uns neuer Geschäftszweig stark gewachsen“, erzählt Peham. Viele kleinere Unternehmen waren während der Corona-Hochphase im Frühjahr darauf angewiesen, ihren Vertrieb zu digitalisieren. Das Modehaus Kutsam zum Beispiel musste alle seine fünf Filialen geschlossen halten, konnte aber dank der Zusammenarbeit mit pcode Anfang April eine zeitgemäße Internet-Filiale eröffnen. Die Umsetzung des Webshops dauerte nur sieben Tage.

Nico Peham ist Co-Geschäftsführer von pcode. Foto: Tabakfabrik/CW

Kerngeschäft von pcde ist nach wie vor die Individualsoftware, also etwa Zeiterfassungssysteme, Angebotskonfiguratoren oder auch IoT-Lösungen. „Der wichtigste Schritt in der Zusammenarbeit mit einem Kunden ist es, dessen Geschäft zu verstehen. Oft muss man die Prozesse erst für die Digitalisierung vorbereiten“, sagt Nico Peham. Der Erfolg sei manchmal verblüffend, zum Beispiel, wenn Firmen dank einer Softwarelösung binnen weniger Minuten ein Angebot an die KundInnen versenden könnten, für dessen Erstellung sie sonst mitunter Wochen gebraucht hätten.

Das junge Team von Christoph Pernsteiners (obere Reihe, zweiter von rechts) pcode. Foto: pcode

Die gute Auftragslage bestreitet pcode derzeit mit einem Team aus 16 MitarbeiterInnen. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie hat das Unternehmen drei Diplomanden der HTL Leonding aufgenommen. Kevin, Jan und Daniel, alle drei 19 Jahre alt, möchten mit ihrem Projekt die Entwicklungszeit und die Kosten von modernen Websites mittels künstlicher Intelligenz reduzieren. Der meist langwierige Prozess eines Komponentenbaums soll einem AI-Modell überlassen werden. Ebenfalls neu im Team ist David, der neben seiner Ausbildung an der HTL sieben Stunden pro Woche als Frontend-Developer arbeitet. Das passt zur Philosophie von pcode, nämlich Nachwuchskräften eine Chance zu geben und sie nach und nach zu Senior-Kräften auszubilden.

pcode ist in einer Bürogemeinschaft mit dem Team-Collaboration-Software-Anbieter Hoylu und kann daher auch dessen fantastische Infrastruktur nutzen. Foto: Tabakfabrik/CW

Das Unternehmen ist dabei holokratisch organisiert: Es gibt keine Hierarchie im klassischen Sinn, sondern eine Gliederung nach Produkten oder KundInnen. Die unterschiedlichen Teams sollen weitestgehend unabhängig arbeiten, ohne dabei von Geschäftsführerentscheidungen abhängig zu sein. „Holokratie heißt bei uns auch, dass jemand, der etwas ändern möchte, das auch tun darf, solange es kein konstruktives Gegenargument gibt. Ein ‚Das-war-schon-immer-so‘ gibt es bei uns nicht“, sagt Peham.

www.pcode.at

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